Die Geschichte des DJK Sportverbandes

1900
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bilden sich in der katholischen Jugendbewegung überall in Europa Gruppen, die gemeinsam Sport treiben, spielen und wandern. So auch in Deutschland. DJK-Vereine existieren schon vor der eigentlichen Gründung des Verbandes.

1908
Im Vatikan findet vor Papst Pius X. ein großes Schauturnen mit Spielen und Leichtathletik statt. Papst und Zuschauer sind begeistert.

1920
Am 16. September wird in Würzburg die „Deutsche Jugendkraft – Reichsverband für Leibesübungen in katholischen Vereinen“ gegründet. Erster Vorsitzender wird Generalpräses Carl Mosterts (1874-1926). Er prägt den Satz, dem sich der DJK-Sportverband bis heute verpflichtet fühlt: „Sport um der Menschen Willen“. Sitz des DJK-Sportamtes wird Düsseldorf. Der Verband erwächst aus der katholischen Jünglingsvereinigung und besteht folglich zu Beginn nur aus männlichen Mitgliedern. Der organisierte Sportbetrieb läuft konfessionsgebunden ab. Wettkämpfe werden nur innerhalb der Deutschen Jugendkraft und ihren katholischen Anschlussorganisationen ausgetragen.

1921
In Düsseldorf findet das 1. DJK-Reichstreffen statt, die Vorgängerveranstaltung der heutigen DJK-Bundessportfeste. 1.300 Sportler ermitteln in sieben Sportarten ihre verbandsinternen Meister. Ein Fußballspiel zwischen dem DJK-Reichsmeister Essen-Katernberg und einer Auswahl des katholischen Fußballbundes der Niederlande endet 1:4.

1922
Der Zentralverband der katholischen Jungfrauenvereinigungen Deutschlands erlässt Richtlinien für die Pflege der Leibesübungen in seinen Vereinen.

1926
Am 25. August stirbt Carl Mosterts. DJK-Vorsitzender und Generalpräses wird der Münchener Ludwig Wolker.

1927
Das Müngersdorfer Stadion in Köln ist Schauplatz des 2. DJK-Reichstreffens mit 5.000 Aktiven und 40.000 Zuschauern. Dazu gibt es einen Musikwettstreit und ein Wandertreffen. In Münster wird die DJK-Sportschule („DJK-Reichslehrstätte“) eröffnet. Sie ist bis heute Bildungsstätte des DJK-Sportverbandes. Der DJK-Reichsverband wird in Paris in den internationalen Verband der katholischen Sportverbände (Union Internationale des Oevres Catholiques d’Education Physique, U.I.O.C.E.P, heute FICEP) aufgenommen. In diesem Rahmen finden internationale Wettkämpfe und Länderspiele statt.

1928
Die katholische Jungfrauenvereinigung gründet den "Reichsverband für Frauenturnen".

1929
Die Kurse in der DJK-Sportschule für Führungskräfte, Präsides und Sportfachwarte werden ausgeweitet. Die DJK-Verbandsleitung ruft ihre Vereine auf, eine sportärztliche Untersuchung und Betreuung sicherzustellen und Erste Hilfe im Sport ernst zu nehmen. Dank ihres umfassenden Sport- und Bildungsprogramms gehört die DJK zu den fortschrittlichsten Sportorganisationen Deutschlands. Beim 1. Internationalen Treffen der katholischen Sportverbände in Prag starten DJK-Turner und Leichtathleten. Die DJK siegt in der Leichtathletik vor den Gastgebern der Tschechoslowakei (Katholischer Sportverband Orel).

1930
Der 10. Reichsverbandstag in Altenberg beschließt ein „Verbandsgrundgesetz“.. Die Deutsche Jugendkraft hat jetzt 220.625 Mitglieder. Stärkste Alternsgruppe sind die 14- bis 18-Jährigen. Der Katholische Reichsverband für Frauenturnen erklärt seine Bereitschaft zur ideellen und praktischen Zusammenarbeit mit der DJK. Die Geschäftsstelle des Frauenverbandes wird an den Sitz des DJK-Reichsverbandes verlegt. Hilda Roth aus Trier wird erste Geschäftsführerin.

1931
Ländertreffen im Fußball zwischen Deutschland (DJK) und den Niederlanden (RKF) in Wuppertal. Die Begegnung vor 20.000 Zuschauern endet 2:3. 3. DJK-Reichstreffen in Dortmund: 8.000 Sportler ermitteln in zwölf Sportarten ihre Meister und feiern Gottesdienste in der Westfalenhalle und im Stadion Rote Erde.

1933
Die Nationalsozialisten übernehmen die Herrschaft in Deutschland. Die DJK sucht anfangs einen Weg, um unter den neuen Bedingungen ihre Eigenständigkeit zu behalten. Dabei geht sie Kompromisse mit dem Regime ein. Die Reichsregierung garantiert in dem mit der Katholischen Kirche in Deutschland abgeschlossenen Konkordat den Schutz der „genehmigten Verbände“, darunter auch der DJK, „mit der Maßgabe, dass der Wettspiel- und Wettkampfbetrieb nach den Anordnungen des Reichssportkommissars in die Fachverbände des deutschen Sports eingebaut werden.“ Die DJK ordnet unter diesem Druck Umstrukturierungen des Verbandes an und gliedert sich in den „Reichsbund für Leibesübungen“ ein. Bereits zuvor wurde der Geländesport eingeführt. In den Leitungsorganen gilt nun das „Führerprinzip“. Auf dem Reichsverbandstag im Dezember in Altenberg wird Adalbert Probst zum Reichsführer der DJK berufen, es wird ein Reichsführerrat gebildet.

1934
Erste Verbote von DJK-Vereinen auf örtlicher und regionaler Ebene. Auflösung, Umbenennung und Fusionen von DJK-Vereinen. Die DJK will sich nicht gleichschalten lassen. Adalbert Probst wird am 2. Juli auf der Fahrt ins Konzentrationslager Lichtenberg ermordet. Ludwig Wolker übernimmt die Leitung des DJK-Reichsverbandes.

1935
Auszüge aus der Grundsatzerklärung Ludwig Wolkers vom August: „Antikonfessioneller Kampfgeist hat bewirkt…die Deutsche Jugendkraft völlig lahmzulegen, ihr jede Tätigkeit zu verbieten…Wir integrieren uns stärker in das religiöse und eucharistische Leben des Stammvereins, nutzen jede Möglichkeit sportlicher Betätigung und halten unsere Abteilung wirtschaftlich in Ordnung“.
Am 23. Juli erfolgt das endgültige Verbot der DJK. Die letzte Mitgliederzählung ergab knapp 254.000 Aktive.

1936
Prälat Ludwig Wolker wird 1936 verhaftet und verbringt drei Monate in Staatsgefängnissen.

1940
Franz Ballhorn, DJK Nottuln, wird 1940 verhaftet und kommt ins KZ Sachsenhausen. Er überlebt und schreibt sein ergreifendes Buch "Die Kelter Gottes". (Nach dem Krieg ist er von 1964 bis 1974 Bundesverbandsvorsitzender der DJK.) Viele DJKler widersetzen sich im Alltag der nationalsozialistischen Herrschaft, einige von ihnen bezahlen dies mit dem Leben. Stellvertretend seien hier genannt:
Rudolf Seibert, DJK Nieder-Olm, wird zu Tode geprügelt
Wilhelm Frede, DJK Rhenania Kleve, stirbt im Konzentrationslager
Kaplan Stapper, DJK Kellen, stirbt im Konzentrationslager

1945
Unter der Leitung von Prälat Ludwig Wolker laufen in den Diözesen und mit Jugendseelsorgern erste Gespräche über den Wiederaufbau der DJK.

1946
Die DJK-Spielgemeinschaft Rhein-Weser wird gegründet und unterhält einen eigenen Spiel- und Wettkampfbetrieb. Der DJK-Diözesanverband Limburg veranstaltet in Wiesbaden das erste Diözesansportfest.

1947
Prälat Ludwig Wolker wird stellvertretender Vorsitzender des Landessportbundes in Nordrhein-Westfalen. In Herne konstituiert sich die „Spiel- und Sportgemeinschaft katholischer Vereine Rhein-Weser der Deutschen Jugendkraft“. Vorsitzender wird Heinz Diekmann. In Düsseldorf wird die Deutsche Jugendkraft e.V. auf Bundesebene wiedergegründet. Vorsitzender wird Prälat Ludwig Wolker.

1948
Zwischen dem DJK-Verband Rhein-Weser und der Deutschen Jugendkraft e.V. entsteht ein ernsthafter Interessenskonflikt um die Ausrichtung des Sports in katholischer Gemeinschaft. Der Verband Rhein-Weser möchte wie bis 1935 den Sportbetrieb innerhalb katholischer Gemeinschaften pflegen. Der DJK-Sportverband strebt eine Eingliederung in den deutschen Sportbetrieb an. Prälat Kaspar Schulte (Rhein-Weser) schreibt: „Nur in einem DJK-Verband, so wie er früher bestand und sich bewährt hat, ist die Möglichkeit gegeben, dass aus christlichem Geist Sport getrieben wird.“ Ludwig Wolker (DJK-Sportverband) antwortet darauf: „Der Brief verschärft die Gegensätze und gefährdet meine Bemühungen um Freiheit und Einheit im deutschen Sport. Der angestrebte „DJK-Verband“ in der alten Konzeption von 1920 ist sportpolitisch und faktisch in den meisten deutschen Ländern unmöglich und eine völlige Illusion“.

1949
Der Bruch führt zur Zweigleisigkeit. Am 18. September entsteht der „DJK-Verband Rhein-Weser“, am 4. Dezember gründet sich die „Deutsche Jugendkraft e.V.“ als Rechtsnachfolger des ehemaligen Reichsverbandes. Im gleichen Jahr wird Prälat Ludwig Wolker persönliches Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland (NOK).

1950
Die Verbandszeitschrift „Deutsche Jugendkraft“, offizielles Organ des DJK-Sportverbandes, erscheint erstmals nach dem Verbot wieder. Der DJK-Verband Rhein-Weser begrenzt sich auf die Diözesen Münster und Paderborn. Das 1. DJK-Bundessportfest des DJK-Hauptverbandes findet in Koblenz statt. Die FICEP (Fédération Internationale Catholique d’Education Physique et Sportive), Nachfolger des 1911 gegründeten internationalen Verbandes katholischer Sportverbände, beschließt die Wiederaufnahme des DJK-Verbandes in die internationale Gemeinschaft. Am 10. Dezember wird in Hannover der Deutsche Sportbund gegründet. Prälat Ludwig Wolker eröffnet die Versammlung und proklamiert die Satzung. Er wird ins Präsidium gewählt und gilt als einer der maßgeblichen Wegbereiter für die Einheit im deutschen Sport.

1953
Die DJK-Sportschule in Münster geht wieder in das Eigentum der DJK über. 5.Verbandstag Rhein-Weser und 1. Verbandstag des DJK-Hauptverbandes: Ludwig Wolker gibt seine Ämter auf. Mit Johannes Sampels wird erstmals ein Laie Vorsitzender. Bundespräses wird Willy Bokler. Wolfgang Massenkeil leitet das Sportamt des DJK-Hauptverbandes in Düsseldorf. Beim 2. DJK-Bundessportfest in Schweinfurt feiern 6.000 Menschen bei der Schlussveranstaltung einen Festgottesdienst mit Bischof Julius Döpfner.

1954
Der DJK-Verband Rhein-Weser nennt sich fortan DJK-Zentralverband. Kurz darauf konstituiert sich der DJK-Bundesverband. Er wird gebildet aus DJK-Hauptverband, DJK-Zentralverband und DJK-Frauengemeinschaft. Präsident wird der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Karl Arnold.

1955
Erster Verbandstag der DJK-Frauensportgemeinschaft in Düsseldorf. Elisabeth Pitz MdB (Wiesbaden) wird Vorsitzende. Prälat Ludwig Wolker stirbt am 17. Juli im italienischen Milano Marittima. Die Beisetzung erfolgt 25. Juli in Düsseldorf durch Bischof Albert Stohr (Mainz). Unter den Trauergästen ist auch DSB-Präsident Willi Daume.

1957
Zum ersten Mal finden in Deutschland FICEP-Turniere im Handball und Fußball statt. Am 3. DJK-Bundessportfest aller DJK-Verbände in Paderborn nehmen 5.000 Sportlerinnen und Sportler teil. Unter den Ehrengästen befinden sich DSB-Präsident Willi Daume (DSB-Präsident) und der Apostolische Nuntius für Deutschland, Erzbischof Dr. Alois Muench.

1958
Karl Arnold, Präsident des DJK-Bundesverbandes und Ministerpräsident von NRW, stirbt am 29.Juni in Düsseldorf.

1959
Auf der Generalversammlung der FICEP in Köln wird die Vorsitzende der DJK-Frauengemeinschaft, Elisabeth Pitz-Savelsberg MdB, zur Vizepräsidentin gewählt.

1960
Prälat Willy Bokler, Geistlicher Beirat der DJK, wirbt für den „Zweiten Weg des Sports“ : Auf dem 5. Verbandstag des DJK-Hauptverbandes in Aachen verabschiedet die DJK ein Aktionsprogramm zur Freizeitpflege. Die Idee des Breitensports wird die DJK fortan proklamieren und ausbauen.

1961
DJK-Hauptverband und DJK-Zentralverband schließen sich endgültig zusammen. Es entsteht die „Deutsche Jugendkraft, Verband für Sportpflege in katholischer Gemeinschaft“. Die DJK-Frauensportgemeinschaft bleibt weiterhin eigenständig. Am 4. DJK-Bundessportfest in Nürnberg nehmen 4.000 Sportlerinnen und Sportler aus zwanzig Sportarten teil.

1964
Franz Ballhorn folgt Johannes Sampels im Amt des 1. Vorsitzenden der DJK. Harald Norpoth von der DJK Telgte holt Silber über 5.000 Meter bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio.

1965
5. DJK-Bundessportfest in Düsseldorf. 5.200 Aktive kämpfen in 17 Sportarten um die Medaillen. Bundeskanzler Ludwig Erhard spricht bei der Schlussveranstaltung.

1966
Auf dem Verbandstag der DJK-Frauensportgemeinschaft wird Elisabeth Hartmann neue Vorsitzende. Der Arbeitskreis "Kirche und Sport" in der Katholischen Kirche Deutschlands wird gegründet.

1967
Die Breitensportbewegung kommt voran: Auf der Generalversammlung der FICEP in München sprechen Prälat Willy Bokler und Jürgen Palm (DSB) zu den Themen „Sport in der Freizeitgesellschaft“ und „Deutsche Versuche auf dem Zweiten Weg des Sports“.

1968
Pfarrer Paul Jakobi, Bundespräses des Bundes Deutscher Katholischen Jugend (BDKJ), wird als Nachfolger von Prälat Willy Bokler Geistlicher Beirat der DJK. „Kirche und Sport“ bildet Arbeitskreise auf Diözesan- und Landesebene. Klaus Prenner (DJK Würzburg) startet bei den Olympischen Sommerspielen in Mexiko-City über 1.500 Meter.

1969
Die Fakten des 6. DJK-Bundessportfestes in Augsburg: 5.000 Teilnehmer, 20 Sportarten, 180 Mannschaften, 240 Wettbewerbe. Wenige Wochen später, am 11. August, stirbt in Köln der langjährige Verbandsvorsitzende und Ehrenvorsitzende der DJK, Johannes Sampels.

1970
DJK-Verband und DJK-Frauensportgemeinschaft halten ihre Verbandstage zeitgleich in Würzburg ab und fusionieren zum „DJK-Sportverband Deutsche Jugendkraft, Katholischer Bundesverband für Leistungs- und Breitensport“. Vorsitzender wird Franz Ballhorn, stellvertretende Vorsitzende Elisabeth Hartmann. Die DJK wird 50, gibt sich eine neue Satzung und führt eine Frauenquote ein: Die Schlüsselpositionen im Vorstand müssen paritätisch besetzt sein.

1971
Der DJK-Sportverband zählt erstmals über 200.000 Mitglieder.

1972
Die DJK im Olympiajahr: Der Bundesverbandstag in Andernach beschäftigt sich mit den Olympischen Spielen, Paul Jakobi predigt im Gottesdienst über „Das Fair Play Jesu“ und in der Jugendarbeit werden neue Leitsätze verabschiedet. Neue stellvertretende Bundesverbandsvorsitzende wird Inge A. Gerber-Burck. Der wissenschaftliche Kongress der Olympischen Spiele in München trägt die Handschriften der DJKler Willy Bokler und Prof. Dr. Heinz-Egon Rösch. Erstmals stellt die Katholische Kirche in Deutschland einen Olympiapfarrer: Der Münchener Heinz Summerer betreut die deutsche Mannschaft und leistet ihr in den schweren Momenten der Geiselnahme im Olympischen Dorf seelischen Beistand. Nach den Spielen baut Pfarrer Summerer die Pfarrgemeinde „Frieden Christi“ im ehemaligen Olympischen Dorf auf und bleibt 30 Jahre lang deren Pfarrer.

1973
Das 7. DJK-Bundessportfest in Münster zählt 5.000 Teilnehmer.

1974
Prälat Willy Bokler stirbt am 12. Februar in Wiesbaden. Erstmals finden DJK-Winterspiele statt. 400 Aktive aus acht Diözesanverbänden tragen in Schliersee und Miesbach ihre Wettkämpfe aus. Auf dem Bundesverbandstag in Passau wird der bisherige Vorsitzende Franz Ballhorn verabschiedet. Zum Nachfolger wählen die Delegierten Dr. Wolfgang Reifenberg. Das DJK-Sportamt stellt mit Wilfried Pohler seinen ersten hauptamtlichen Jugendreferenten ein.

1975
Beginn der "Spitzengespräche" von "Kirche und Sport". Am ersten Treffen in Stuttgart nehmen teil: Julius Kardinal Döpfner (Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz), Bischof Dr. Helmut Claß (Ratsvorsitzender der EKD), Willi Weyer (DSB-Präsident) sowie die Vertreter der katholischen und evangelischen Arbeitskreise „Kirche und Sport“. Die DJK Sportjugend richtet auf der Burg Gemen das FICEP-Jugendlager aus. 170 Jugendliche aus sechs Nationen nehmen teil.

1976
Paul Jakobi wird Olympiapfarrer und begleitet die Deutsche Equipe zu den Sommerspielen nach Montreal. Sein Kollege Karlheinz Summerer übernimmt fortan die Winterspiele und reist mit der deutschen Mannschaft nach Innsbruck.

1977
Paul Jakobi und Prof. Dr. Heinz-Egon Rösch starten die Buchreihe „Christliche Perspektiven im Sport“. Das 8. DJK-Bundessportfest in Mainz mit 5.300 Teilnehmern in 16 Sportarten lockt auch mit einem Trimmparcours. Sozialminister Heiner Geißler hält das Referat zur Eröffnung.

1980
Beim Bundesverbandstag in Berlin wird das Bildungskonzept der DJK verabschiedet. Boykott der Olympischen Sommerspiele in Moskau wegen des Einmarsches der Sowjetunion in Afghanistan: Auch Pfarrer Paul Jakobi bleibt zuhause. Karlheinz Summerer ist als Olympiapfarrer bei den Olympischen Winterspielen in Lake Placid im Einsatz.

1984
Mit den Leichtathleten Thomas Giessing, Peter Bouschen und Ralf Jaros sowie der Synchronschwimmerin Gudrun Hänisch nehmen vier DJK-Athleten an den Olympischen Sommerspielen in Los Angeles teil. Olympiapfarrer Paul Jakobi komplettiert „unser“ Team. Die Olympischen Winterspiele in Sarajewo begleitet wieder Karlheinz Summerer.

1985
Das 10. DJK-Bundessportfest findet in Ingolstadt statt und zählt 8.000 Teilnehmer.

1988
Nachfolger von Propst Paul Jakobi als Geistlicher Beirat des DJK-Sportverbandes wird Pfarrer Manfred Paas. Er übernimmt gleichzeitig die Leitung des Arbeitskreises Kirche und Sport der Katholischen Bischofskonferenz und begleitet die Deutsche Equipe zu den Olympischen Spielen nach Seoul. Pfarrer Karlheinz Summerer ist bei den Olympischen Winterspielen in Calgary im Einsatz.

1989
11. DJK-Bundessportfest der Superlative in Dortmund: Über 10.000 Teilnehmer treffen sich im Revier und feiern zum Abschluss eine große Party in der Westfalenhalle.

1990
Gemeinsame Erklärung der Kirchen zum Sport: "Sport und christliches Ethos". Nachfolger von Dr. Wolfgang Reifenberg als Vorsitzender des DJK-Sportverbandes wird Dr. Klaus Bischops. Nach dem Fall der Berliner Mauer und der Deutschen Einheit entstehen in den katholischen Regionen der neuen Bundesländer wieder einige DJK-Vereine.

1992
Erstmals wird der DJK-Ethik-Preis des Sports vergeben. Preisträger sind der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Mainzer Bischof Karl Lehmann sowie der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Martin Kruse, für die „Gemeinsame Erklärung der Kirchen zum Sport“.
Dreispringer Ralf Jaros nimmt in Barcelona an seinen zweiten Olympischen Spielen teil. Pfarrer Manfred Paas ist als Seelsorger bei den Olympischen Sommerspielen in Barcelona im Einsatz, Pfarrer Karlheinz Summerer bei den Olympischen Winterspielen in Albertville.

1993
In Bamberg findet das 12. DJK-Bundessportfest statt.

1994
Der 22. Bundesverbandstag in Münster beschließt Satzungsänderungen zur Stärkung der DJK-Diözesan- und Landesverbände und nennt seinen Vorsitzenden künftig Präsidenten. Zum ersten Präsidenten des "DJK-Sportverbandes Deutsche Jugendkraft e.V." wird Dr. Wolfgang Reifenberg gewählt. Rhythmuswechsel bei Olympischen Sommer- und Winterspielen und Stabswechsel bei den katholischen Olympiapfarrern. Pfarrer Karlheinz Summerers letzter Einsatz als Olympiapfarrer führt ihn zu den Winterspielen nach Lillehammer. Künftig werden Sommer- und Winterspiele in verschiedenen Jahren stattfinden.

1995
75-Jahr-Feier des DJK-Sportverbandes in Würzburg. Der Verband zählt jetzt rund 500.000 Mitglieder.

1996
Pfarrer Hans-Gerd Schütt wird Nachfolger von Propst Manfred Paas als Geistlicher Beirat des DJK-Sportverbandes und begleitet die Deutsche Mannschaft zu den Olympischen Sommerspielen nach Atlanta. Neuer Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Kirche und Sport wird Pfarrer Michael Kühn. Der passionierte Volleyballer wird bis zu seinem Wechsel zum Leiter Jugendseelsorge der DBK (2002) als Olympiapfarrer in Nagano, Sydney und Salt Lake City zum Einsatz kommen. Auf dem Bundesverbandstag in Trier wird Dr. Wolfgang Reifenberg zum Präsidenten wiedergewählt.

1997
Das 13. DJK-Bundessportfest findet in Düsseldorf statt. Motto "Sport und mehr..."

1998
Olympische Winterspiele in Nagano mit Pfarrer Michael Kühn.

2001
Beim 14. DJK-Bundessportfest in Koblenz treffen sich wieder mehrere tausend Aktive und ermitteln ihre Meister unter dem Motto "Begegnung braucht Bewegung

2002
Michael Uhrmann, Skispringer der DJK Rastbüchl, holt bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City, Gold mit der Mannschaft.
Der Ehrenpräsident des Deutschen Fußball-Bundes, Egidius Braun, erhält den DJK-Ethik-Preis des Sports. Wie kaum ein anderer DFB-Präsident, so die Begründung, habe er die soziale Komponente des Fußballs in den Mittelpunkt seiner Arbeit gestellt.

2003
Der Geistliche Bundesbeirat der DJK, Hans-Gerd Schütt, wird neuer Sportbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz und damit Nachfolger von Michael Kühn, der die Arbeitsstelle Jugendseelsorger der DBK übernimmt. Bis zu den Olympischen Sommerspielen 2012 in London wird Hans-Gerd Schütt als Olympiapfarrer im Einsatz sein und auch die Paralympics seelsorgerisch begleiten.

2004
Bundestag in Mannheim, DV Freiburg
Stephanie Hofschlaeger wird Generalsekretärin der DJK
Dr. Wolfgang Reifenberg wird verabschiedet und Ehrenpräsident der DJK.
Hildegard Frischemeier wird Ehrenmitglied.
Präsident wird der bisherige Vizepräsident Volker Monnerjahn

2005
15. Bundessportfest in Münster "Sport bewegt Menschen"
Weltjugendtag in Deutschland
Verleihung des DJK-Ethik-Preis des Sports an Dr. Hanna-Renate Laurien

2006
Bundestag in Hildesheim
9. Bundeswinterspiele in Bayerischzell und Miesbach, DV München, Motto "Begegnung braucht Bewegung“
Verleihung des DJK-Ethik-Preis des Sports an Dr. Markus Merk

2007
FICEP-Kongress und Generalversammlung in Berlin mit Innenminister Gerhard Schäuble und der Innenministerin von Österreich, Lise Prokop

2008
Bundestag in Bad Kreuznach

2009
Verleihung des DJK-Ethik-Preis des Sports an Dr. h.c. Fritz Pleitgen

2010
16. Bundessportfest in Krefeld unter dem Motto "Feuer und Flamme".
Bundestag in Dortmund
DJK-Vizepräsidentin, Elke Haider, wird als 1. Frau in der hundertjährigen Geschichte des internationalen Dachverbandes des katholischen Sports, FICEP, deren Präsidentin.

2011
Bundeswinterspiele am Hochficht und in Waldkirchen, DV Passau, Motto "DJK mit Herz"
Verleihung des DJK-Ethik-Preis des Sports an Prof. Ines Geipel und Prof. Dr. Norbert Müller

2012
Bundestag in Regensburg
FICEP-Games in Deutschland, Duisburg (Basketball, Faustball, Judo, Tischtennis, Turnen).
Elke Haider und Reinhard Dürrschmidt werden Ehrenmitglieder.

2013
DJK-Zukunftsforum, Bad Honnef
Verleihung des DJK-Ethik-Preis des Sports an Dirk Nowitzki

2014
Bundestag in Mainz
Bundessportfest in Mainz
Der DJK-Sportverband wird Mitglied des internationalen katholischen Schulsportverbandes, FISEC.

2015
Bundeswinterspiele in Bayerisch Eisenstein und Regen, DV Regensburg, Motto: "DJK Spuren im Schnee"
Verleihung des DJK-Ethik-Preis des Sports an Thomas Hitzlsperger
Bundestag in Wissen: Volker Monnerjahn wird als Präsident verabschiedet und zum Ehrenpräsident ernannt. Elsbeth Beha wird als erste Frau in der Geschichte des Verbandes mit einer überwältigenden Mehrheit zur Präsidentin gewählt.
Der DJK-Sportverband engagiert sich mit seiner Anti-Doping-Kampagene "Farbe bekennen", deren Erkennungszeichen ein neongrüner Schnürsenkel ist.

2016
Die FICEP-Generalversammlung tagt in Köln. Manfred Castor ist Vorsitzender Sportkommission, Dr. Jörg Schmeck Vorsitzender der Medizinischen Kommission.

(nach www.djk.de)